10 Finanzmanagement

Steuersätze in Paketartikeln

Bei der Kommissionierung oder der Buchung von Aufträgen, die Paketartikel enthalten, kommt es manchmal zu Fehlermeldungen wie: „Der Steuersatz 19,00 passt nicht zu dem Automatik-Konto …! Bitte beheben Sie die falsche Konfiguration. Folgefehler: Fehler beim Buchen.“

Häufig liegt in diesem Fall folgende Konfiguration der Paketartikel vor:

Für den Paketartikel gilt ein Steuersatz von 19 %. Darin ist jedoch ein Artikel mit 7 % enthalten, der als Paketkomponente mit 19% ausgewiesen ist (Teilleistung folgt der Hauptleistung – also korrekt). Dieser gehört zur Buchungsgruppe Produkte 7 %, die auf ein Erlöskonto mit automatischer Umsatzsteuer von 7% verweisen. Deswegen lässt sich der Auftrag mit dem Paket nicht buchen.

Behebung:

In diesem Fall ist dem Paketartikel das Erlöskonto 8300 mit automatischer Umsatzsteuer hinterlegt, auf das nur Artikel mit 7% verbucht werden können (Finanzmanagement -> Einrichten ->Buchungskonten bzw. Finanzmanagement -> Einrichten ->Buchungsgruppen).

Um dieses Thema zukünftig anders zu handhaben, ist es notwendig, der Artikelgruppe eine Buchungsgruppe mit einem Erlöskonto ohne automatische Umsatzsteuer zu hinterlegen.

Dies hat jedoch zur Folge, dass auf diesem Konto sowohl Erlöse mit 7% als auch mit 19% gebucht werden. Bitte besprich dieses Thema ggf. auch mit einem Steuerberater.

Sonderfall bei der Bestandsführung:

Es kann vorkommen, dass ein Artikel zwei Mal im System angelegt wird, weil sich der Artikel beim Verkauf von den Gegebenheiten beim Einkauf unterscheidet.

Beispiel: Der Artikel wird mit 19 % MWSt. eingekauft, aber mit 7 % verkauft.

Oder: Der Artikel wird eingekauft, veredelt und wieder verkauft.

Oder: im Falle einer Teilleistung. Beispiel: wird beispielsweise ein Fitnessgerät verkauft mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 % und dazu ein Buch mit 7 % und liegt der Preis des Fitnessgeräts deutlich über dem Buchpreis, so richtet sich der Steuersatz nach dem Fitnessgerät (Hauptleistung).

Derselbe Artikel liegt folglich als Artikel A für den Einkauf und Artikel B für den Verkauf vor. Um daraus resultierende Abweichungen bei den Beständen zu vermeiden, ist es möglich, dafür Stücklistenartikel anzulegen, da diese nicht bestandsgeführt sind. So wird der Bestand in der Stückliste vom Einkaufsartikel gezogen und kein negativer Bestand mehr beim verkauften Artikel hinterlegt. Dazu lassen sich auch beliebige andere Artikel zur Stückliste hinzufügen.

Der negative Bestand lässt sich vorher mit einer Lagerumbuchung ausgleichen.

 

 

 

 

 

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