07 Lager & Logistik

Die Kommissionierung in v.Soft

Über die Maske „Kommissionier-Aufträge“ ist es möglich, über den Button „Füllen“ Kommissionieraufträge zu erzeugen.

Dabei lassen sich mehrere nach bestimmten Kriterien erstellte Kommissionierdurchläufe erstellen und nacheinander abarbeiten.

Beispiele von Einschränkungen für Kommissionierdurchläufe:

  • Kommissionierung nach Priorität, zum Beispiel
    • in Bezug auf Express-Versand nach Lieferbedingung
    • nach Kundenklassifikation (A-, B-, und C-Kunden)
    • nach Verkaufskanal
  • Kommissionierung nur von großen oder sperrigen Artikeln anhand von Kommissionierungseinheiten
  • Kommissionierung von Aufträgen aus einem bestimmten Lagerbereich / mit Ausschluss von Ladengeschäftsbestand
  • Kommissionierung nach:
    • Bestimmten Versandbedingungen (z.B. nach Expresslieferungen)
    • Bestimmten Lieferbedingungen

Die folgenden Prozesse laufen im Hintergrund der Kommissionierung

Schritt 1: Mengen verteilen (Rückstandsauflösung)

In diesem Schritt wird die vorhandene Menge im System auf die vorhandenen Aufträge verteilt.

Schritt 2: Bestimmung des Versanddienstleisters über die Versandmatrix.

Je nach Auftrag wird anhand der hinterlegten Versandaufträge automatisch ermittelt, mit welchem Versanddienstleister welches Paket verschickt wird. Beispiele:

  • Pakete bis 20 Kilo für Deutschland werden mit Versanddienstleister A verschickt.
  • Pakete ab 20 Kilo für Deutschland gehen an Versanddienstleister B.
  • Pakete mit Sondermaßen für Deutschland gehen an Versanddienstleister C.
  • Pakete ins EU-Ausland laufen über Versanddienstleister C.

Schritt 3: Laufwegoptimierung berechnen

An dieser Stelle prüft das System, welche Aufträge für die Kommissionierung herangezogen werden können. Aufträge, die die Kriterien der Auswahl oder allgemeine Kriterien nicht erfüllen (z.B. in Bezug auf Vorkasse, Teillieferung o.ä.) werden entfernt und nicht in die Kommissionierung aufgenommen.

Für alle anderen erzeugt das System automatisch Kommissionieraufträge und Picklisten.

Generell werden maximal 20 Aufträge gleichzeitig kommissioniert – oder aber so viele Aufträge, die auf ein Kommissionierfahrzeug oder in einen Kommissionierkorb passen. Dies lässt sich anhand von individuell festlegbaren Kommissioniereinheiten festlegen.

Einschränkungen für die Kommissionierung

Grundsätzlich lassen sich bei der Kommissionierung verschiedene Einschränkungen vornehmen:

Auslieferung bis zu einem bestimmten Datum

Einschränkung nach Priorität / Mengenverteilung nach:

  • Auftragsdatum (wann der Auftrag erstellt wurde)
  • Bestätigtes Lieferdatum (kann entweder manuell oder automatisch mithilfe der Grundeinstellung „Zusätzlich bestätigtes Lieferdatum setzen“ unter Grundeinstellungen -> Globale Einstellungen -> Verkauf & Marketing hinterlegt werden)
  • Kundenklassifizierung (nach A-, B- und C-Kunden)
  • Auslieferung ab

Ladengeschäft-Lager mit einbeziehen

Dies ist insbesondere dann bedeutsam, wenn Ware aus den Ladengeschäften an das Zentrallager geschickt wird, um von dort aus an den Kunden gesendet zu werden. Wird der Haken nicht gesetzt, werden Aufträge aus den Ladengeschäften im Kommissionierdurchlauf nicht berücksichtigt.

Kommissioniermengen begrenzen anhand von Kommissioniereinheiten

Um die Kommissionierung zu nutzen, ist es sinnvoll, allen Artikeln Kommissioniereinheiten zu hinterlegen. Eine Kommissioniereinheit ist eine virtuelle Einheit, die den benötigten Platz auf dem Kommissionierwagen für einen Artikel angibt (jedem Artikel wird diese Einheit hinterlegt). Damit wird sichergestellt, dass nicht mehr Aufträge zusammengefasst und gepickt werden, als auf einen Wagen passen.

Kommissioniereinheiten werden individuell festgelegt und richten sich nach den eingesetzten Kommissionierwerkzeugen wie Stapler, Kommissionierwagen oder Körbe. Anhand eines geeigneten, kleinen Artikels wird geprüft, wie viele davon auf das Kommissionierbehältnis passen. Dem kleinen Artikel wird dazu eine kleine Kommissioniereinheit, zum Beispiel 1, hinterlegt. Große, sperrige Artikel, die nur einzeln kommissioniert werden können, bekommen einen hohen Wert, z.B. 10.000.

Die Kommissionieraufträge werden unter Einhaltung von verschiedenen Grenzen erstellt. Hier wird die maximale Anzahl an Kommissionierungseinheiten, die je Kommissionierungsauftrag / Kommissioniervorgang zusammengefasst werden können, eingetragen. Damit ist es auch möglich, zuerst große, sperrige Artikel einzeln zu kommissionieren und erst dann die Sammelkommissionierung anzustoßen.

Lieferbedingungen berücksichtigen

Es ist möglich, nur bestimmte Lieferbedingungen für die Kommissionierung heranzuziehen.

Verkaufskanäle berücksichtigen

Es ist möglich, nach bestimmten Verkaufskanälen (zum eBay oder amazon) zu kommissionieren.

Lagerorte berücksichtigen

Es lassen sich beliebige Lagerorte aus der Kommissionierung ausschließen, zum Beispiel dann, wenn jeweils nur ein Teil einer Lagerhalle für die Kommissionierung herangezogen werden soll.

 

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