07 Lager & Logistik

Stücklisten

In v.Soft ist es möglich, verschiedene Arten von Stücklisten zu verwalten:

  • Manuelle Stücklisten
  • Automatische Stücklisten
  • Werkbankstücklisten
  • sowie Setartikel

Dieser Artikel erklärt die Unterschiede.

Manuelle Stücklisten

Manuelle Stücklisten bestehen aus fest definierten Unterartikeln. Sie sind vor dem Verkauf aus Einzelteilen mithilfe der v.Soft Funktion „Stücklistenherstellung“ zu produzieren. Die fertigen Produkte werden je als einzelne Stückliste im Lager hinterlegt.

Es ist möglich, die Stücklisten einzukaufen, wenn die entsprechende Einstellung in den Grundeinstellungen aktiv ist.

Die Stücklisten sind bestandsgeführt.

Es ist möglich, Unterstücklisten in die Stückliste einzufügen

Auf dem Lieferschein wird nur der Name der Stückliste angedruckt, nicht aber die einzelnen Bestandteile.

Automatische Stücklisten

Automatische Stücklisten sind variabel. Es ist möglich, feste Bestandteile zu hinterlegen, die jedoch jederzeit erweitert bzw. geändert werden können. Auch ist es möglich, Manuelle Stücklisten zu hinterlegen.

Die Komponenten werden einzeln eingekauft und gelagert. Automatische Stücklisten kömnnen beim Einkauf nicht ausgewählt und dementsprechend nicht eingekauft werden.

Die Bestandteile können in den VK-Belegen bis zur Lieferung gepflegt und geändert werden (nur für die im Beleg hinterlegte Stückliste – die Einstellungen im Hauptartikel werden nicht angepasst).

Die Stückliste wird automatisiert bei der Lieferung über die VK-Belege hergestellt und die Stückliste sofort wegen dem Verkauf wieder abgebucht.

Auf dem Lieferschein wird der Name der automatischen Stückliste zusammen mit den einzelnen Komponenten angedruckt.

Automatischen Stücklisten ist in den VK-Belegen der Typ „Stückliste“ hinterlegt. Hierüber können zum Beispiel Serien- und Chargennummern eingegeben und die Komponenten beliebig verändert werden.

Werkbankstücklisten

Die Werbankstückliste ist für den Einkaufsbereich bei verlängerten Werkbänken gedacht, inklusive Lagerverwaltung für die einzelnen Bestandteile.

Bei Anlieferung der Stückliste über die EK-Bestellmaske werden die Komponenten der Stückliste abgebucht und die Stückliste auf Lager gelegt.

Die einzelnen Bestandteile gehören schon der Firma.

Werkbankstücklisten werden eingekauft. Sie können im Bestellprozess noch ergänzt werden.

Bei Fertigstellung werden die einzelnen Komponenten aus dem Lager gebucht und der Artikel fertiggestellt.

Das heißt: Beim Einkauf werden die Artikel nicht, wie üblich, dem Lager(ort) zugeschlagen, sondern von diesem abgebucht. Es kann also zu Minusbeständen kommen, wenn der Artikel nicht in v.Soft eingebucht wurde.

Der Bestand ist somit bei der Werkbankstückliste hinterlegt, die wiederum verkauft wird.

Beispiel: Eine Werkbankstückliste besteht aus einem Fahrradbausatz. Die eiznelnen Bestandteile gehören dem Unternehmen bereits, sie werden jedoch an einen Dienstleister zum Zusammenbau übergeben. Die Artikel weden zurückgeschickt und vom Lager abgebucht und der Werkbanksstückliste zugeordnet. Diese kann entsprechend verkauft werden.

Auf dem Lieferschein wird nur der Name der Stückliste angedruckt, nicht aber die einzelnen Bestandteile.

Werkstattstücklisten haben im EK-Bereich den Typ „Stückliste“ hinterlegt. Hierüber können Serien- und Chargennummern eingegeben werden.

Abgrenzung zu den  Setartikeln

Ein Setartikel (auch: Paketartikel) ist ein virtueller Artikel, der aus Setbestandteilen (Artikeln) besteht. Diese werden im Gegensatz zur Stückliste auch monetär verwaltet und ausgewertet. Extern (Kundensicht) wird nur der Gesamtpreis der Sets ausgewiesen – intern werden die Bestandteile wie einzelne Artikelverkäufe bewertet. In den VK-Belegen wird der Setartikel als Textposition für den Setkopf angelegt. Die Komponenten werden als einzelne Artikel dem Beleg beigefügt, jedoch zu einem Set verknüpft.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten zu Stücklisten

In den Grundeinstellungen kann aktiviert werden, dass Stücklistenkomponenten auf VK-Belegen angedruckt werden.

Bei Gutschriften kann folgendes aktiviert werden: Zerlegung der automatischen Stücklistenkoponenten auf Sperrlager der Stückliste.

 

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